Stillstand ist kein Businessmodell – Warum Recherche so wichtig ist

Stillstand ist kein Businessmodell – Warum Recherche so wichtig ist

Sabrina Scherff
von Sabrina Scherff

Vom Wählscheibentelefon zum Smart Home – was Siemens kapiert hat, und Du auch solltest

Stell Dir mal vor, Du willst 2025 ernsthaft ein mausgraues Telefon mit Wählscheibe verkaufen. Klingt absurd? Ist es auch. Und genau deshalb ist es ein ziemlich gutes Beispiel.

Denn früher durfte man Telefone nicht mal besitzen – sie waren Eigentum der Bundespost. Die Dinger hießen FETAP 611 und klangen so charmant wie ihre Designs aussahen. Aber Unternehmen wie Siemens haben’s geschnallt: Wenn der Markt sich verändert, solltest Du nicht nostalgisch in der Ecke schmollen, sondern mitgehen.

Statt mit der Bundespost unterzugehen, haben sie sich neu erfunden: Gigaset, schnurlose Telefone, Smart Home Systeme, sogar eigene Smartphones. Keine „Revolutionen“, sondern smarte Evolutionen. Und genau das ist der Punkt: Wer nicht beobachtet, der bleibt stehen. Und wer stehen bleibt, wird überholt.

Der Produktlebenszyklus – oder: Warum Dein Onlinekurs zu Instagram Hashtags niemanden mehr juckt

Jedes Produkt durchläuft fünf Phasen:

Einführung – alle sind neugierig.

Wachstum – alle wollen’s haben.

Reifephase – alle haben’s.

Sättigung – keiner braucht’s mehr.

Degeneration – stiller Tod auf Raten.

Wenn Du nicht recherchierst, entwickelst und beobachtest, dann stirbt Dein Angebot irgendwann den langsamen Content-Tod. So wie Nokia, als sie dachten: „Tasten sind geil, oder?“ Während Apple schon mit Touchscreen um die Ecke bog.

Warum Bauchgefühl keine Marktanalyse ersetzt

Viele Selbstständige verlassen sich auf ihr Gefühl – „Ich spüre, dass meine Zielgruppe das braucht.“ Ja, schön. Aber Dein Bauch hat den Algorithmus nicht programmiert, Darling.

Recherche zeigt Dir schwarz auf weiß:

Welche Themen boomen gerade?

Welche Fragen stellen Deine Kund:innen wirklich?

Und welche Lösungen brauchen sie (nicht nur die, die Du verkaufen willst)?

Recherche, aber bitte mit Plan – So machst Du’s richtig:

1. Beobachte, bevor Du brainstormst

  • Hör erst mal zu. Was wird totgeredet? Was fehlt?
  • Statt sofort zu senden, beobachte: auf TikTok, Reddit, Pinterest, Facebook-Gruppen. Zuhören ist underrated.

2. Analysiere Suchverhalten

  • Google Trends, Answer the Public, YouTube Autocomplete: Goldgruben für Suchintentionen.
  • Und vergiss nicht: Hohe Suchvolumen ≠ gutes Keyword. Niemand sucht nach „zielgerichteter Marketingkommunikation für Kreative“, aber „mehr Kunden über Insta“? Oh yes.

3. Wettbewerber clever analysieren

  • Nicht zum Kopieren – zum Lernen.
  • Was machen sie gut?
  • Was fehlt?
  • Was würdest Du besser machen?
  • Inspirieren lassen, ja. Kopieren? Nope. Das ist uncool. Und faul.

4. Sprache & Keywords notieren

  • Sprich wie Deine Zielgruppe – nicht wie ein Marketing-Professor.
  • Verabschiede Dich von „Leads“ und „Conversion Rates“, wenn Deine Zielgruppe nach „Kunden über Insta“ googelt.

5. Trends erkennen & adaptieren

  • Und zwar in Deinem Stil. Beispiel: Alle feiern gerade Akustikpanelen? Dann bring doch feuchtraumgeeignete Varianten für Badezimmer. Sei early, sei smart, sei Du.
  • Die brutale Wahrheit: Dein Bestseller von gestern kann heute Ladenhüter sein
  • Nur weil ein Produkt mal funktioniert hat, heißt das nicht, dass es ewig läuft. Willkommen in der Realität.
  • Business ist kein Museum. Und Dein Angebot kein Fossil.

Fünf ehrliche Fragen, die Du Dir heute stellen solltest

  • Wann hast Du zuletzt aktiv recherchiert, was Deine Zielgruppe wirklich will?
  • Gibt es Angebote von Dir, die Du nur noch verkaufst, weil sie halt laufen?
  • Würdest Du Deine Produktpalette genau so nochmal aufbauen, wenn Du bei Null starten müsstest?
  • Gibt es ein Produkt, das Du gerne machen würdest, aber Dich nicht traust, weil’s nicht mainstream ist?
  • Wie würdest Du reagieren, wenn morgen Apple in Deiner Branche einsteigt?

Fazit: Hör auf zu scrollen. Fang an zu graben.

Du brauchst kein fancy Marketingstudium. Du brauchst nur den Willen, zuzuhören, zu beobachten und zu handeln.

Stillstand ist kein Businessmodell.

Aber Bewegung, Recherche und smarte Anpassung? Oh yes, dearest – that’s where the magic happens.

Sabrina Scherff
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